Heilerde: Natürliches Heilmittel für Sodbrennen und mehr

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan von Heilerde bin. Es ist ein reines Naturprodukt, enthält keinerlei chemische Zusätze, also keine Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe. Heilerde kann vom Kleinkind bis ins hohe Alter genutzt werden. Heute möchte ich dir zeigen, bei welchen Beschwerden du Heilerde innerlich anwenden kannst. Bevor wir einsteigen, noch ein kurzer Blick in die Geschichte.

Was ist Heilerde?

Erde ist ein uraltes Heilmittel. Jahrtausende lang stand den Menschen als Medizin nur das zur Verfügung, was die Natur zu bieten hatte. Erde finden wir in der traditionellen chinesischen und europäischen Medizin, im Ayurveda, bei den alten Ägyptern und Griechen und auch in der Klostermedizin. Die meiste Heilerde stammt aus Lemnos und Samos und wurde im 19. Jahrhundert durch Kneipp, Felke und Just bei uns wiederentdeckt. Früher hat man die Erde zu Talern gepresst und mit einem Stempel versehen, damit sie fälschungssicher und als Original erkennbar war.

Heilerde ist naturreiner Löß, also ein Gestein, das durch die Zerstörung anderer Gesteine entstanden ist. Schon in der Eiszeit wurde das Gestein von der Natur fein zermahlen und vom Winde verweht. Heute kann es im Tagebau abgebaut werden. Heilerde besteht vor allem aus Silikat, Kalkspat, Dreischichttonminerale, Feldspat und Dolomit und enthält außerdem Silizium, Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium sowie die Spurenelemente wie Kupfer, Mangan, Nickel, Selen und Zink. Die abgebaute Erde wird bei 130 Grad schonend erhitzt, um Bakterien abzutöten und anschließend zu einem sehr feinen Pulver gemahlen.

Wie wirkt Heilerde?

Je feiner das Pulver, desto größer sind die Oberfläche und die Fähigkeit, Stoffe zu binden. Die natürliche Zusammensetzung der Heilerde macht es möglich, folgende Stoffe zu binden:

  • Säuren
  • Cholesterin
  • Interleukin
  • IgE
  • Bakterien- und Pilzgifte
  • Histamin
  • Weichmacher
  • Schwermetalle

Heilerde kann also bei Beschwerden helfen, die von diesen Stoffen ausgelöst oder verstärkt werden, z.B. bei den Folgen hoher Cholesterinwerte, bei Sodbrennen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Über einzelne Behandlungsmöglichkeiten erfährst du gleich mehr. 

Was muss ich bei der Anwendung beachten?

Nebenwirkungen der Heilerde sind nicht bekannt. Sie kann von jeder Altersgruppe verwendet werden. Eine Einschränkung gibt es lediglich für Menschen mit einer Nierenfunktionsstörung. In diesem Fall ist vor einer Einnahme ein Gespräch mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin sinnvoll. Einer äußeren Anwendung steht nichts entgegen. 

Beim Kauf des Produktes unbedingt auf die Herkunft achten. Kreiden, Schlamm, Vulkanerde und kubanische Heilerde sind oft nicht pharmazeutisch geprüft und es ist nicht immer klar, was drinsteckt. Ich habe selbst und bei meinen Kindern gute Erfahrungen mit der Firma Luvos gemacht und empfehle sie daher immer gerne weiter. Aber es kann natürlich durchaus sein, dass du dich mit einem anderen Produkt wohler fühlst. Ausprobieren schadet nicht.

Da Heilerde auch Medikamentenbestandteile binden kann, sollten zwischen der Einnahme deiner sonstigen Medizin und der Heilerde ein bis zwei Stunden liegen.

Die innere Anwendung von Heilerde

Nach soviel Theorie kommen wir jetzt zum praktischen Teil und der Frage, bei welchen Beschwerden du Heilerde einnehmen kannst.

Sodbrennen hält sich meistens sehr hartnäckig. Ursachen können Entzündungen der Speiseröhre oder der Magenschleimhaut sein, auch das Aufsteigen von Magensaft (Reflux) kann die Beschwerden auslösen. 20 Prozent der Deutschen haben mit Reflux zu tun, Säureblocker gehören zu den am häufigsten verkauften Medikamenten. Dabei kann man mit einer Änderung des Lebensstils und der Einnahme von Heilerde nebenwirkungsfrei für Besserung sorgen. Denn die Säureblocker machen abhängig und haben zum Teil starke Nebenwirkungen, sind also für eine Dauereinnahme nicht empfehlenswert.

Damit die Heilerde in den Tiefen des Körpers wirken kann, rührst du sie am besten in Wasser ein und trinkst sie schluckweise und nicht alles auf einmal. Studien zeigen, dass 60 Prozent der Patienten damit gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen können und eine Besserung schon nach wenigen Minuten eintritt und stundenlang anhält. Sie berichten von einer verbesserten Lebensqualität, weil sie besser schlafen, weniger Probleme mit dem Essen haben, sich vitaler und weniger gestresst fühlen.

Säureblocker sollte man nicht einfach so absetzen, weil die Beschwerden dann schnell zunehmen. Eine langsame Entwöhnung ist erforderlich. Wir werden dir in einem unserer nächsten Beiträge erklären, wie das Ablaufen kann. Wenn du informiert bleiben möchtest, abonniere gerne unseren Newsletter.

Bei akutem Durchfall ist Heilerde ein altbekanntes Mittel, das bessere Wirkung zeigt als Kohletabletten und dazu noch Mineralien mitbringt. Man muss die Heilerde sehr engmaschig einnehmen, bis zu einmal pro Stunde ist das möglich. Bei Durchfällen, die auf Chemotherapie, Antibiotika oder Infektionen zurückzuführen sind, kann Heilerde ebenfalls helfen. Auch bei Lebensmittelunverträglichkeiten ist sie ein probates Mittel, allerdings braucht man etwas Geduld. In diesen Fällen kann es Wochen dauern bis die Wirkung einsetzt.

Bei Fieber, blutigem Stuhl und Dehydrierung sollte Heilerde nicht eingesetzt werden.

Bei Reizdarm und Reizmagen kannst du mit Heilerde auch eine tolle Wirkung erzielen. Über dieses Thema haben wir vor kurzem ausführlich berichtet. Schau gerne noch mal HIER (Link) rein.

Heilerde kann Cholesterin und Fett aus der Nahrung binden, mit einer Portion Heilerde können 178mg Cholesterin gebunden werden. Dadurch ist eine Senkung des ungesunden LDL-Cholesterins um bis zu 10 Prozent möglich. Wenn du gleichzeitig fettreduziert isst, auf Alkohol verzichtest und Sport machst, bist du gesundheitlich auf einem sehr guten Weg und auf jeden Fall besser aufgestellt als mit der Einnahme von Statinen.

Detox, also die Entgiftung ist für viele von uns ein großes Thema. Heilerde kann Schadstoffe binden, zum Beispiel die, die beim Fasten aus dem Fettgewebe freigesetzt werden. Aber auch Blei, Cadmium, Amalgam, Weichmacher und Toxine.

Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit müssen auf sehr viele Lebensmittel verzichten. In einer Studie mit Patienten, die lange eine strenge Diät gehalten haben, zeigte sich eine deutliche Verbesserung, wenn sie dreimal am Tag Heilerde einnahmen. 85 Prozent der Studienteilnehmer stellen eine gute bis sehr gute Wirkung fest. Es lohnt sich also auf jeden Fall, es einmal auszuprobieren.

Heute hast du also eine Menge über die innere Anwendung von Heilerde erfahren. Äußerlich aufgetragen kann sie auch viel bewirken. Darüber erfährst du hier demnächst mehr.

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