Von Akne bis Zahnfleischentzündung: mit Heilerde äußerlich behandeln

Heute möchte ich dir zeigen, wie du viele Beschwerden ganz einfach mit Heilerde behandeln kannst. Der Vorteil: Heilerde ist ein Naturprodukt, nicht teuer und ohne Nebenwirkungen. Bevor du also zu Medikamenten greifst, lohnt es sich auf jeden Fall, der Heilerde eine Chance zu geben.

Wenn du zunächst wissen möchtest, was Heilerde überhaupt ist und wie sie funktioniert, schau dir bitte einen meiner früheren Artikel an, in dem ich beides ausführlich erklärt haben. Du findest ihn HIER. Für die äußere Anwendung kann man sagen, dass Heilerde aufgrund der besonderen mineralischen Struktur Fett, Talg, Wundsekrete und andere Flüssigkeiten, sowie darin gelöste und ungelöste Stoffe und Bakterien aufnehmen kann. Die Durchblutung wird verbessert, der Stoffwechsel gefördert und die Wundheilung unterstützt. Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Entzündungen mit Schmerzen und Schwellungen klingen ab.

Rezept für den Heilerdebrei

Heilerde kannst du in Pulverform in der Apotheke oder Drogerie kaufen. Dann sieben Teile Heilerde und drei Teile Wasser zu einer Paste verrühren. Falls der Brei zu dick oder zu flüssig wird, kannst du immer mit etwas mehr Wasser oder mehr Heilerde gegensteuern. Die braune Pampe sieht nicht sehr appetitlich aus, aber du sollst sie bei den Beispielen, die ich dir heute zeige, auch nicht essen, sondern auf den Körper auftragen. Sie trocknet schnell und wird krümelig. Keine Sorge, sollte etwas vom Körper abfallen, kannst du es einfach mit dem Staubsauger entfernen.

Akne

Lass uns bei A wie Akne anfangen. Viele von uns kennen das Problem aus der Pubertät: entzündete Pickel, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch noch ziemlich wehtun können und im schlimmsten Fall üble Narben hinterlassen. Mit Heilerde kann man eine ganze Menge bewirken, wenn man aus der Heilerde eine Gesichtsmaske anrührt. Die Paste wird feucht auf das Gesicht aufgetragen. Dort lässt du sie trocken. Das kann eine halbe Stunde dauern. Dann wird die Masse  bröselig und kann vorsichtig abgerieben oder mit Wasser abgespült werden.

Meinen Kindern haben diese Masken gut durch die Pubertät geholfen. Die Haut wurde besser und sie haben diese Art der Pflege als sehr angenehm empfunden. Man kann die Maske auch in Tubenform schon fertig angerührt kaufen. Die Heilerde ist bei dieser Behandlung entzündungshemmend, entfettend und porentief reinigend. Studienergebnisse sind sehr positiv. 80% der Teilnehmenden haben Hautgefühl und Wirkung als gut bis sehr gut bewertet. Pickel nahmen um die Hälfte ab, Mitesser um 36 Prozent.

Bewegungsapparat

Bei Beschwerden des Bewegungsapparats können Umschläge, Packungen und Wickel helfen. Dazu den Heilerdebrei auf die betroffene Stelle auftragen und fest mit einem feuchten Leinentuch umwickelt.

Nässende Wunden

Bei Geschwüren, Wunden oder Sonnenbrand, die Feuchtigkeit abgeben, kann eine trockene Behandlung mit Heilerde in Pulverform sinnvoll sein. Diese wirkt blut- und sekretstillend und verringert unangenehme Gerüche, zum Beispiel von Eiter. Das Pulver wird dünn aufgepudert und dient als mechanische Schutzschicht. Wenn du keine Erfahrungen in diesem Bereich hast und unsicher bist, ist es ratsam eine Heilpraktikerin zu Rate zu ziehen und sich die Behandlung einmal zeigen zu lassen.

Entzündungen im Mund

Entzündungen im Mund sind schmerzhaft und sorgen für unangenehme Gerüche. Abhilfe kannst du schaffen, in dem du Heilerde mit wenig Wasser anrührst, so dass sie eine kneteartige Konsistenz bekommt. Dann formst du einen festen Bollen und drückst diesen auf die betroffene Stelle.

Brandwunden, Sonnenbrand, Wundblasen, Insektenstiche

Die angerührte Heilerde hat eine kühlende Wirkung und kann daher in den genannten Fällen für Erleichterung sorgen. Dass sie Schadstoffe aufnehmen kann, ist ein weiterer positiver Effekt.

Venen und Lymphsystem

Bei oberflächlichen Venenentzündungen und Entzündungen der Lymphsysteme kann der Heilerdebrei großflächig aufgetragen werden und seine entzündungshemmende Wirkung ausspielen.

Hauterkrankungen

Studien zu Neurodermitis und Psoriasis haben bei der Hälfte der Patienten gute Erfolge mit der äußeren Anwendung von Heilerde gezeigt. Ein Versuch lohnt sich also. Der Juckreiz nimmt ab und es wird weniger gekratzt. Auch eine Schuppenfreiheit ist möglich.

Auch bei sonstigem Juckreiz und Urtikaria ist Heilerde eine gute Option. Sie kann großflächig angewendet werden. Auch bei Nesselsucht in der Schwangerschaft und bei Leber- und Nierenerkrankungen, die den Juckreiz hervorrufen.

Herpes

Herpesviren lösen verschiedene Erkrankungen aus. Der Lippenherpes gehört genauso dazu wie die Gürtelrose. In beiden Fällen kann Heilerdebrei aufgetragen werden, auch großflächig. Damit erreicht man für einige Tage geringere Beschwerden.

Sportverletzungen

Bei Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen den Heilerdebrei auf die Verletzung auftragen und mit Gaze verbinden. Auch hier ist die kühlende Wirkung ein großer Vorteil der Heilerde.

Rheumatische Beschwerden

Die meisten Menschen können äußere Schmerzen besser ertragen als innere. Bei der aktivierten Arthrose werden mittels der Heilerde die Schmerzen nach außen gebracht. Für den besonderen Kühleffekt kann die Heilerde im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei rheumatischen Beschwerden sollte sie relativ fest angerührt und etwa 1 cm dick aufgetragen werden.

Bei Beschwerden der Fingergelenke kann es helfen, die Heilerde in einen nassen Strickhandschuh zu füllen und diesen anzuziehen.

Ich freue mich, wenn du den einen oder anderen Tipp ausprobierst. Lass mich gerne wissen, wie die Anwendung funktioniert hat. Schreib eine Email oder lass einen kurzen Kommentar da.

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