Cranberries: Natürliche Hilfe bei Blasenentzündung

Die kleinen roten Beeren sehen nicht nur hübsch aus, sie können auch mit ihren inneren Werten überzeugen. In Cranberries stecken zum Beispiel Vitamine und Antioxidantien, die uns vor freien Radikalen schützen. Besonders wirkungsvoll sind sie, wenn du immer wieder mit Blasenentzündungen zu tun hast. In diesem Fall können sie schon vorbeugend eingesetzt werden. Lass uns aber erstmal schauen, mit wem wir es überhaupt zu tun haben.

Der Steckbrief

Eine reife Cranberry ist dunkelrot und etwa so groß wie eine Kirsche. Die Beere stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde von der indigenen Bevölkerung bei Blasen- und Nierenerkrankungen und zur Wundheilung eingesetzt. Die eingewanderten Europäer lernten den Nutzen bald kennen und auch Seefahrer schätzten die Beeren als Schutz vor Skorbut.

Der Name Cranberry stammt von deutschen und holländischen Siedlern, die die Form der Blüte an den Kopf eines Kranichs erinnerte. Daher nannten sie die Frucht Kranichbeere oder kurz Kranbeere. Im Deutschen kennt man sie auch als Moosbeere.

Da frische Cranberries herb und sauer schmecken, werden sie zumeist verarbeitet angeboten. Im Supermarkt erhält man sie zum Beispiel getrocknet, eingekocht oder als Saft.

Langfristige Hilfe bei Blasenentzündung

Die Wirkung der Cranberry ist durch mehrere Studien belegt worden. Besonders gut ist sie darin Harnwegsinfekten vorbeugen. Viele Frauen haben häufig damit zu tun und bevor die nächste Antibiotikabehandlung angestoßen wird, kann ich nur empfehlen, es mal mit diesem natürlichen Heilmittel zu versuchen.

Eine Harnwegsentzündung wird durch Bakterien ausgelöst, sie sich an den Schleimhäuten der Blase festsetzen. Die Wirkstoffe der Cranberry können das verhindern. Die Flimmerhärchen der Bakterien werden gelähmt und können nicht mehr an der Blasenwand andocken. Außerdem wird der Urin saurer, was dazu führt, dass die Bakterien schlechter wachsen.

Cranberries wirken auch entzündungshemmend, was neben der Blasenentzündung auch bei rheumatoider Arthritis und anderen Entzündungen helfen könnte. Hierzu gibt es aber noch keine Studien, auch wenn viele Ärzte und Therapeutinnen von der Wirkung überzeugt sind.

Vitamin C, Zink und die weiteren Inhaltsstoffe sind wahre Energiebooster und bringen deine Immunabwehr auf Touren.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Der entscheidende Stoff, der die Wirkung ausmacht, heißt Proanthocyanodin. Um die ausreichende Menge davon zu dir zu nehmen, um einer Blasenentzündung vorzubeugen, musst du einen halben Liter reinen Saft pro Tag trinken. Die Säfte, die du im Supermarkt kaufen kannst, sind meistens verdünnt und reichen nicht aus. Eine Alternative sind Kapseln. Achte beim Kauf darauf, dass eine Tagesportion mindestens 36mg Proanthocyanodine enthält.

Cranberries enthalten viele Gerbstoffe, deshalb kann die Einnahme großer Mengen Bauchschmerzen verursachen. Bei Nierensteinen und der Einnahme von Blutverdünnern unbedingt vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sprechen.

Leckere Energy Balls mit Cranberries

Du kannst Cranberries nutzen, um dir daraus leckere Energy Balls zu machen, die dir Power für den Tag geben und dein Immunsystem stärken. Das Rezept ist kinderleicht:

1 Tasse Haferflocken

1 Tasse getrocknete Cranberries

5 Datteln ohne Kern

1 Tasse Nüsse (Sorte nach Geschmack, gerne auch gemischt)

1 Tasse Wasser

Alles zusammen in einen Mixer geben und zerkleinern. Anschließend kleine Kugeln draus formen. Die Energy Balls halten sich im Kühlschrank für etwa 4 Tage (wenn du sie nicht vorher aufgegessen hast).

Blasenentzündungen sind übrigens nicht nur ein Problem junger Frauen. Gerade in den Wechseljahren treten sie verstärkt auf, weil Hormonveränderungen Scheide und Blase anfälliger für Infektionen machen. Mehr wichtige Tipps gibt es in meinem Kurs oder meinem E-Book „Gut durch die Wechseljahre“.

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